SSV Nord e.V.

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  Der Vielseitigkeitslauf

Vielseitigkeitslauf im SSVN

Der DCNH, als Zuchtverband nordischer Hunde,  bietet zur Erhaltung der reinrassigen Schlittenhunde als Arbeitshunde artgerechte Betätigung in Form von Touren, Vielseitigkeitsläufen, Trainingslagern und Abnahme von Leistungsprüfungen an.

Hierbei  soll nicht die Leistung Hochgeschwindigkeit gefördert werden, sondern alle dem Standart der Schlittenhunde entsprechenden Eigenschaften Kraft, Ausdauer, Widerstandsfähigkeit, Genügsamkeit, Führigkeit und ein nicht aggressives Verhalten.

 

Durch die Zusammenarbeit mit dem Landesverband Nord des DCNH, hat der SSVN erstmals 2005 einen Vielseitigkeitslauf durchgeführt. Keiner der damals 12 Teilnehmer wusste so recht, „…was kommt da auf uns zu? …“ Im Anschluss waren alle begeistert, so dass wir diese Veranstaltung in unser Programm aufgenommen haben.

Vielseitigkeitslauf für reinrassige Schlittenhunde.

Was ist nun im Vergleich mit Sprintrennen anders bei dieser Veranstaltung:

  1. Es wird das Wort „Rennen“ vermieden, weil die Geschwindigkeit eines Gespannes nicht im  Vordergrund steht.
  2. alle Teilnehmer fahren die gleiche Strecke
  3. auf dem Trail sind ca. sieben Hindernisse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (leicht, mittel, schwer) eingebaut.
  4. An jedem Hindernis stehen zwei Bewerter (die bei Bedarf auch helfen) und beobachten bzw. bewerten die Leistung der Teilnehmer, wie gut oder schlecht die Aufgabe am entsprechenden Hindernis gemeistert wurde
  5. Je nach Leistung gibt es unterschiedliche Bewertungspunkte, die sog. „Zeitpunkte“. Diese, auf der ganzen Strecke „erfahrenen Zeitpunkte“, werden zum Schluss bei der gefahrenen Gesamtzeit mit eingearbeitet. Das kann zu einer Verschlechterung der gefahrenen Zeit führen. So soll gewährleistet sein, dass derjenige, der den Trail mit Höchstgeschwindigkeit einfach durchfährt, nicht unbedingt der Sieger werden kann.

Die Hindernisse sind nicht als Schikane gedacht, um Musher zu ärgern. Vielmehr soll jeder die Möglichkeit haben, einmal sein Gespann als Team zu zeigen; als eine Einheit von Mensch und Tier, verbunden durch Arbeit.

Die Hindernisse sind dem Tourenbereich entnommen, d. h. sie sind nicht unpassierbar. Es sind Hindernisse, die jedem Musher beim Training den Weg erschweren können und die er meistern muss.

Folgende Hindernisse mussten passiert werden

  • Anfahren am Berg – hier muss, nach einer ca. 30 Sekunden dauernden Pause, aus dem Stand heraus ohne Mithilfe des Mushers, das Gefährt von den Hunden,  eine Steigung über eine kurze festgelegte Strecke gezogen werden.
  • Holzbrücke – ein einfaches Hindernis, trotzdem gibt es Hunde, die Schwierigkeiten haben, eine Holzbrücke zu überqueren
  • Kreis – die Hunde sollen einen abgesteckten Kreis umrunden. Nicht so einfach, weil Hunde gerne vorwärts rennen wollen
  • Hindernis überwinden – Ein Hindernis muss überwunden werden. Dafür sind die Hunde aus dem Gespann auszuschirren und an einer vorbereiteten stake-out Kette festzumachen. Dann wird das Trainingsgefährt über das Hindernis gebracht um anschließend die Hunde über das Hindernis zu holen und wieder einzuspannen
  • Sackgasse – in einer Sackgasse ist das Gespann zu wenden
  • Slalom - hier fährt das Team durch einen Slalomparcours

Mit diesem Angebot wollen wir möglichst die Sportlerinnen und Sportler ansprechen, die beweisen möchten, dass ihre Hunde mehr als nur rennen können.